Metrum in der Praxis
Crash-Simulator: Einzahlungsregeln an historischen Rückgängen prüfen
Der Crash-Simulator beantwortet eine Wenn-dann-Frage: Wie hätten sich unterschiedliche, von dir gewählte Einzahlungsregeln in einem tatsächlich eingetretenen Rückgang ausgewirkt? Er sagt nicht, welche Regel zu dir passt – und nicht, was als Nächstes kommt.
Kurzantwort
Ein historischer Verlauf, vier Einzahlungsregeln, gleiche Bedingungen.
Du wählst einen historischen Rückgang oder einen freien Startmonat, legst die Laufzeit und ein Budget fest und bestimmst die Regeln. Metrum rechnet dann Einmalanlage, zeitliche Staffelung, schwellenabhängige Tranchen und eine Mischform nebeneinander – auf dem US-Aktienindex S&P Composite nach Shiller, monatlich seit 1871, in US-Dollar. Das Ergebnis ist eine historische Modellrechnung, keine Prognose. Der Simulator kennt dein Portfolio nicht.
- 1 · Szenario und ZeitraumHistorischer Rückgang oder freier Startmonat, Laufzeit 5 bis 30 Jahre
- 2 · Budget und RegelnEinmalanlage, zeitliche Staffelung, schwellenabhängige Tranchen, Mischform
- 3 · Ergebnisse vergleichenEinzelfenster neben derselben Regel über alle Startmonate
S&P Composite nach Shiller, Monatsmittel seit 1871, in US-Dollar. Keine Prognose, kein Zugriff auf das eigene Portfolio, keine Rangfolge der Varianten.
Ein tatsächlich eingetretener Verlauf, keine synthetische Kurve.
Budget, Staffel und Annahmen legst du selbst fest.
Einzelfenster immer neben der Auswertung über alle Startmonate lesen.
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Wo du ihn findest und was er ausdrücklich nicht tut
Der Crash-Simulator liegt unter Intelligence › Crash Simulator. Er rechnet ausschließlich mit der historischen Indexreihe und deinen Annahmen. Auf Kontodaten greift er nicht zu, und er fragt keine persönlichen Verhältnisse wie Risikoprofil, Anlagehorizont oder Vermögen ab.
Es gibt auch keinen Rückweg in deine Vorgaben: Aus einer Simulation entsteht keine Nachkauf-Schwelle, kein Zielgewicht, kein Sparplan und kein Eintrag im Strategie-Radar. Gleiche Eingaben ergeben gleiche Ergebnisse. Die vier Varianten stehen in fester Reihenfolge, ohne Rangfolge und ohne hervorgehobene Variante.
Historische Modellrechnung auf tatsächlich eingetretenen Kursverläufen – keine Prognose und keine persönliche Anlageempfehlung. Es findet keine Orderausführung statt.
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Schritt 1: Szenario wählen
Du wählst zwischen „Historischer Rückgang“ und „Freier Zeitraum“. Beim freien Zeitraum setzt du einen Startmonat zwischen Januar 1871 und dem letzten Monat der Reihe.
Die Liste der historischen Rückgänge ist keine gepflegte Aufstellung, sondern wird aus der Kursreihe berechnet. Welche Rückgänge erscheinen, bestimmt ein Regler: ab welchem Rückgang ein Zeitraum als Bärenmarkt gilt. Voreingestellt sind −40 %; damit enthält die Liste sieben Rückgänge, bei −20 % sind es 23. Ein niedrigerer Wert ergibt mehr und flachere Rückgänge, und lange Rückgänge zerfallen eher in mehrere Einträge. Die Tabelle nennt je Rückgang Beginn, Tiefe, Monate bis zum Tiefpunkt, Monate bis zum alten Stand und einen historischen Kontext; ein Zeitstrahl zeigt, wann die Rückgänge auftraten.
Die Reihe besteht aus Monatsmitteln, nicht aus Tagesschlusskursen. Rückgänge fallen darauf flacher aus als in gängigen Angaben. Der Rückgang 2020 erreicht auf dieser Reihe keine −20 % und erscheint deshalb nicht in der Liste.
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Schritt 2: Zeitraum der Simulation festlegen
Die Laufzeit stellst du zwischen 5 und 30 Jahren ein; sie gilt für alle Varianten gleich. Eine kurze Laufzeit endet oft mitten im Rückgang, eine lange schließt die Erholung ein. Beim Öffnen sind der Rückgang ab Oktober 2007 und zehn Jahre eingestellt – ein Ausgangswert, keine Auswahl.
Mit reinvestierten Dividenden endet der auswertbare Bereich einige Monate vor der Kursreihe, weil die Quelle die Dividende mit Verzug nachträgt. Ragt ein Fenster darüber hinaus, wird es gekürzt, und die Oberfläche weist darauf hin.
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Schritt 3: Budget und Regeln festlegen
Das Budget steht jeder Variante ab dem ersten Monat vollständig zur Verfügung und wird in US-Dollar angegeben. Verglichen werden immer alle vier Varianten. Für die Tranchen legst du eine Staffel fest: je Tranche den Abstand zum laufenden Höchststand und ein Gewicht. Die Beträge aller Tranchen ergeben zusammen genau das Budget. Vier Modellbeispiele stehen gleichrangig zur Auswahl – gleiche Gewichte in 10er-Schritten, mit der Tiefe steigende Gewichte, mit der Tiefe fallende Gewichte und eine einzelne tiefe Schwelle. Keines davon ist ein Vorschlag.
Unter „Erträge, Ausführung, Kosten und Regeldetails“ stehen die übrigen Annahmen. Budget und Staffel sind stets als „Modellbeispiel“ oder „deine Eingabe“ gekennzeichnet; bei den übrigen Einstellungen erscheint „deine Eingabe“, sobald du einen Wert änderst.
- Dividenden: reinvestiert (Gesamtertrag, voreingestellt) oder weggelassen (nur Kurs)
- Ausführung einer Tranche: „Limit auf der Schwelle“ (voreingestellt) oder „Signal, Kauf im Folgemonat“ – zwei vereinfachte Modelle, keine reale Ausführung
- Verzinsung der Liquidität: konstante Annahme, voreingestellt 0 %
- Laufende Kosten sowie feste und anteilige Kosten je Kauf
- Schwellen nach neuem Höchststand wieder aktivieren oder nur einmal je Zeitraum – das Budget wächst dabei nicht mit
- Nicht einstellbar und nicht modelliert: Steuern und Wechselkurs
| Variante | Regel |
|---|---|
| Einmalanlage | Gesamtes Budget im ersten Monat |
| Zeitliche Staffelung | Budget in gleichen Raten über eine gewählte Zahl von Monaten |
| Schwellenabhängige Tranchen | Tranchen bei selbst gesetzten Abständen zum laufenden Höchststand |
| Mischform | Ein Anteil zeitlich gestaffelt, der Rest als Liquidität für die Tranchen |
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Schritt 4: Ergebnisse vergleichen
Neben dem Endwert stehen für jede Variante das eingesetzte Kapital, die verbleibende Liquidität, der tiefste Stand gegenüber dem Budget, der Rückgang vom eigenen Vermögenshoch und die Kapitalbindung. Der Endwert erscheint nominal und bereinigt um die US-Verbraucherpreise. Ein Ereignisprotokoll zeigt, welche Tranche wann ausgelöst hat; nicht gedeckte Tranchen erscheinen als übersprungen. Änderst du eine Annahme, verschwinden die Ergebnisse, bis du neu rechnest.
Direkt neben dem gewählten Fenster steht dasselbe Regelwerk über alle Startmonate mit gleicher Laufzeit: Median, unteres und oberes Zehntel sowie der ungünstigste tiefste Stand. Das ist wichtig, weil sich das Bild umkehren kann. Mit den Ausgangswerten liegen im Fenster ab Oktober 2007 die Tranchen vorn; über alle 1.747 Startmonate haben sie dagegen den niedrigsten Median der vier Varianten.
Dass eine Variante in einem Zeitraum vorn lag, ist eine Feststellung über diesen Zeitraum, keine Eigenschaft der Regel. Die rollierenden Fenster überlappen sich stark: Die Zahl der Startmonate ist keine Zahl unabhängiger Beobachtungen, die Streuung keine Wahrscheinlichkeitsverteilung.
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Speichern, teilen und die Grenzen mitgeben
Über „Szenario als Link“ kopierst du eine Adresse, in der alle Annahmen stehen; „Als Datei“ lädt eine JSON-Datei mit Ergebnissen, Datenherkunft und Methodikstand herunter. Beides berührt keine realen Vorgaben – der Export ist eine Datei, kein Import.
Wer ein Ergebnis weitergibt, sollte die Grenzen mitgeben. Sie stehen auch im Methodik-Bereich des Simulators.
- Monatsmittel statt Tagesschlusskurse; Monatswerte können zwischenzeitliche Schwellenberührungen verdecken
- Bis Ende 1925 eine nachträgliche Rekonstruktion (Cowles Commission), kein zeitgenössisch veröffentlichter Index
- Monatliche Dividenden aus Vierteljahres- beziehungsweise Jahreswerten linear interpoliert
- US-Index in US-Dollar; „real“ heißt bereinigt mit dem US-Verbraucherpreisindex
- Für ein Depot in Euro wären Wechselkurs, Teuerung, Kosten und Steuern andere gewesen
- Auf ein Portfolio mit anderer Zusammensetzung nicht übertragbar
FAQ
Häufige Fragen
Empfiehlt der Crash-Simulator eine Variante?
Nein. Die vier Varianten stehen in fester Reihenfolge ohne Rangfolge. Der Simulator sagt, wie sich Regeln unter historischen Bedingungen ausgewirkt hätten – nicht, welche Regel zu dir passt.
Warum fehlt der Rückgang von 2020?
Die Reihe besteht aus Monatsmitteln. Auf dieser Basis erreichte der Rückgang 2020 keine −20 % und erscheint deshalb nicht in der Liste, auch nicht bei einer Mindesttiefe von −20 %.
Warum sind alle Beträge in US-Dollar?
Die Reihe ist ein US-Aktienindex in US-Dollar, gerechnet wird ohne Wechselkurs. Eine Auswertung in Euro ist nicht enthalten.
Übernimmt der Simulator meine Nachkauf-Schwellen?
Nein, in keine Richtung. Der Simulator liest keine Vorgaben aus deinem Konto und schreibt keine hinein.
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Kostenlos startenQuellen und Methodik
Grundlagen und weiterführende Dokumentation. Rechenbeispiele sind eigene, vereinfachte Darstellungen; Produktangaben können sich ändern. Prüfstatus und redaktionelle Grenzen.
- Robert J. Shiller: Online Data, S&P Composite monatlich (shillerdata.com)
- Metrum: öffentlich beschriebener Produktstand
- Investor.gov: Definition Bear Market